Ganpati-Festival Part 2

Hallo alle miteinander...

Seit gestern hab ich endlich Internet :D

 

Und jetzt endlich mal Zeit die Geschichte zu Ende zu erzählen...Nebenbei lade ich bei FB übrigens Videos hoch, dann kriegt ihr nen besseren Eindruck von dem ganzen Spektakel.

 

Also inzwischen waren wir auf der Hauptstraße angekommen, wo wir jedoch nicht allein waren, dauernd zogen an uns andere feiernde Gruppen vorüber oder wir an ihnen. Alles in allem war es ein sehr ausgelassenes Straßenfest, in atemberaubender Atmosphäre. Da gab es unter anderem Ganeshas (=Ganpatis), die von Kühen (hier ja heilige Tiere) gezogen wurden, aber auch moderne Diskovarianten, hauptsächlich aus Bassboxen bestehend. Mir hat jedenfalls unsere traditionelle Variante mit den Trommlern deutlich besser gefallen, als dieser Technokram.

 

Irgendwann zog auch ein Gruppe mit lauter weißen Mützen vorbei. Die Mützen hatten eine gewisse mit Matrosenmützen. Da ich als Europaer mit heller Haut sowieso herausstach, kamen die irgendwann auf die Idee mir das Ding aufzusetzen. Sieht man glaub ich ganz gut auf den Bildern. Ich bin dann einfach den ganzen Abend damit rumgelaufen und hab mir erklären lassen, das mich das als echten Mumbaikar kennzeichnet...Anscheinend hat man die Dinger früher hier öfter getragen.

 

Nach 4 Stunden sind wir dann irgendwann am Strand angekommen, der war für ein Uhr morgens doch relativ überlaufen, denn alle wollten ihre Ganesha versenken. Dabei muss die gesamte Ganesha ins Wasser getragen werden. Dann wird sie herabgelassen und das Wasser muss sie vollständig bedecken. Anschließend wird Sand von der Stelle heraufgeholt und zurück an Land gebracht. Klingt einfach, aber wenn die Ganesha mal kurz 1,5m hoch ist muss man schon ne Weile gehen, bis das Wasser tief genug ist.

 

Meine Familie hat sich das einfach gemacht. Wie so üblich in Indien hat man es outgesourct. Jungs aus dem Slum haben die nicht eben leichte Ganesha hinausgetragen und das alles erledigt.

 

Wie das ganze bei 15m hohen Ganeshas funktioniert erzähle ich euch morgen, denn das passiert nämlich erst am letzten Tag des Festivals. Werd mal auch die Kamera mitnehmen um euch nen paar Bilder zu geben.

 

Damit war jedenfalls das ganze Spektakel vorbei. Wir sind zurück zur Straße gelaufen, haben dort unseren Bus bestiegen und waren nach 4 Minuten zuhause. Ich hatte mit ner Fahrt von wenigstens einer Viertelstunde gerechnet, aber das wir für diesen doch extrem kurzen Weg so viel Zeit gebraucht haben, ist mir bis heute ein Rätsel.

 

An dieser Stelle sei Schluss für heute, obwohl ich mal wieder viel zu viel zu erzählen hab, bin heut nämlich das erste Mal Bahn gefahren.

 

Aber das kommt morgen denn ich muss jetzt mal langsam ins Bett.

Gute Nacht in die Heimat oder wo auch immer ihr grad verstreut seid.

 

Liebe Grüße

Ric

 

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