First Day in Office

So, jetzt also in der umgekehrten Reihenfolge zuerst mal den ersten Tag in der Firma, dann natürlich ganz konsequent die Ankunft: 

 

Der erste Tag fing schon mal ganz lustig an:

Da die Hausangestellten hier leider nur rudimentäres English sprechen hab ich nicht geschnallt wo der Bus zur Firma abfährt. Naja, aber es hat sich dann einer gefunden der auch nach Worli (so heißt das Stadtviertel) zur Arbeit muss, ein 23-jähriger Anwalt, seit 20 Tagen bei Siemens, er meinte nur das wir den Bus verpasst haben und das wir jetzt nen Cab nehmen...Jedenfalls hat er mich dann durch den städtischen Dschungel geführt und meinte irgendwann hier fährt der Bus ab...Aha...Naja wir sind dann gefühlt durch halb Mumbai gelaufen, das war eigentlich ganz lustig, bis wir dann irgendwann in ein Taxi gestiegen sind und es uns in die Arbeit gefahren hat.

 

Er hat sich irgendwie dauernd bekreuzigt, als ich ihn dann fragte welcher Religion er angehört meinte er,  das er an alle Götter glaubt,...ich dachte zunächst: So kann man sich das Leben auch einfach machen, aber inzwischen hab ich festgestellt, dass das viele so machen und das einfach irgendwie zu Mumbais toleranter Atmosphäre gehört.

 

In der Arbeit angekommen musste ich kurz warten bis ich dann in das lokale Accounting & Controlling Department gekommen bin,  würde da freundlich von Vimal begrüßt, dachte das wär ein Mann, Irrtum :D Die Frauen laufen hier alle übrigens nicht alle in Saris rum, im Alltag trägt man sogenannte auch sehr hübsch anzusehen, da sie zumeist in intensiven Farbkombonationen getragen werden und meist mit Pailetten und ähnlichen Dingen verziert sind.

 

Die Männer tragen einfach nur Bundfaltenhosen und Hemden. Ziemlich langweilig. Für Jackets ist es einfach viel zu warm.Obwohl es geht eigentlich, es ist zwar eine gewisse Luftfeuchtigkeit vorhanden, aber die ist nicht so hoch, als das sofort das Hemd an einem klebt, für alle Fälle trage ich aber nen Unterhemd drunter, ansonsten ist mir das Risiko doch irgendwie zu hoch.

 

Von meinem Chef wurde ich freundlich begrüßt, er hat mir auch meine Aufgabe vorgestellt, endlich mal mehr als Exceltapeten und SAP, warum muss man dafür eigentlich erst nach Indien kommen?

 

Die Rauschschokolade die ich mitgebracht habe kam berauschend an. Dabei hab ich erst eine Packung aufgemacht, die anderen beiden verteilte ich am nächsten Tag unter der restlichen ca. 50 Mann starken Abteilung.

 

Meinem Bauch geht es momentan noch ganz gut, hab bisher nur in der Firma und hier im Apartment gegessen, die großen Herausforderungen stehen also noch vor mir.

Bisher schmeckt mir das essen aber sehr gut, und das ich Vegetarier bin bringt mir hier relativ viele Sympathiepunkte :D

 

Soo ich geh jetzt mehrere Meter hohe Ganeshafiguren bestaunen, und schilder euch die Ankunft morgen. Da bin ich dann schon auf Dienstreise in Aurangabad. Da steht eine ein Jahr alte Version des Berliner Schaltwerkes. Das wollt ich mir natürlich mal genauer anschauen, wie die Inder unsere Schaltanlagen bauen^^

 

Machts gut.

Ric

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